Kinderstube
In der schönen
Blattgrüne des 132. Mondes wurden die Brüder
Efeujunges und
Ginsterjunges geboren. Doch die Geschichte der beiden Kater begann schon lange vor ihrer Geburt:
Die Gefährten
Liliensee und
Abendschweif waren verliebt und wollten ihre eigene Familie gründen, doch schnell verlor sich die Rosarote Brille und die Kätzin Liliensee erkannte, was ihr Gefährte für eine Art Krieger war. Abendschweif kritisierte offen das Gesetz der Krieger, hielt es für schwach nur so viel Beute wie nötig zu jagen und
verstieß bewusst gegen das
Gesetz der Krieger indem er reichlich Beute fing, mehr als überhaupt benötigt. Auch seine Strafen konnten ihn nicht auf den rechten Weg zurückbringen, im Gegenteil: Abendschweif glaubte, dass der WurzelClan unter
Sturmstern verloren sei und so plante er einen
Hinterhalt, um den
Anführer zu
stürzen. Liliensee, die sich bereits von ihrem Gefährten abgewandt hatte, konnte kaum glauben, wie sehr sie sich in Abendschweif geirrt hatte und obwohl der Kater im Kampf des Hinterhaltes
starb, sah sie voller Zuversicht in die Zukunft und
freute sich auf ihre
Jungen, auch wenn sie diese alleine großziehen müsste.
So wurden Efeujunges und Ginsterjunges also geboren und hatten
keinen Vater, dafür aber eine Mutter, die sie mehr liebte, als ihr Vater es je könnte. Den Jungen fehlte es also an nichts und die Welt in der Kinderstube schien heil zu sein. Doch als die beiden Brüder das Nest auch mal verließen, erkannten sie schnell, dass
etwas nicht stimmte. Manche
hielten sich von den Jungen
fern, andere
tuschelten ständig und manche
sahen sie einfach nur
komisch an. Ginsterjunges fiel dies sehr früh auf und so fragt er Liliensee, was es damit auf sich hatte und er erfuhr von seinem Vater. Ginsterjunges war
geschockt, er wollte nicht mit einer solchen Katze in Verbindung gebracht werden und er wollte dem Clan
zeigen, dass er
anders war als sein Vater. Sein Bruder Efeujunges schien seltsam fasziniert zu sein und wollte seit jener Geschichte immer mehr und mehr raufen und kämpfen.
Schülerzeit
Mit
6 Monden wurde aus Ginsterjunges dann der
Schüler Ginsterpfote und auch sein Bruder bekam seinen Schülernamen
Efeupfote. Ginsterpfote war aufgeregt,
freute sich auf seine Ausbildung und bekam
Rindenseele zum Mentoren. Gleich bemerkte Ginsterpfote, dass auch sein Mentor
Vorurteile hatte und obwohl das den jungen Kater
kränkte, wusste er, dass jammern nicht helfen würde. So
bemühte Ginsterpfote sich besonders, war ein unheimlich
fleißiger und
lernwilliger Schüler und konnte so die
Zweifel und
Vorurteile seines Mentors
besiegen. Sein Bruder durchzog auch seine Ausbildung und wollte ständig mit ihm
kämpfen üben, dem eher sanften Ginsterpfote war er zu kampflustig und zum ersten Mal, begann Ginsterpfote sich wirklich um seinen
Bruder zu
sorgen. Er fragte sich, ob Efeupfote noch auf dem richtigem Weg war und hatte Sorge, dass er den
falschen Pfad bewandern könnte. Auch wollte Efeupfote so vieles über Abendschweif wissen und es war, als würde er den abtrünnigen Krieger vergöttern. Seine Sorge über Efeupfote wuchs und während die Beziehung zu seinem Bruder immer schwieriger wurde, besserte sich dafür die Beziehung zu den anderen Clanmitgliedern, die erkannten, dass Ginsterpfote aus dem rechtem Holz geschnitzt war.
Kriegerzeit
Endlich mit
12 Monden war es soweit und Ginsterpfote und sein Bruder Efeupfote konnten den
Pfad der Erde beschreiten. Mit seiner hervorragenden Balance war Ginsterpfote schon immer ein guter Kletterer und so bestand er die Prüfung und erhielt gemeinsam mit seinem Bruder seinen Kriegernamen. Von nun an kannte man die Beiden als
Ginsterpelz und
Efeuschweif. Der Kater war stolz auf seine Leistung und hoffte, dass sein Bruder mit dem Kriegernamen auch eine gewisse Verantwortung gelernt hatte, doch schnell zeigte sich, dass Efeuschweif noch immer glaubte, seinem Vater nacheifern zu müssen. Die
Beziehung der
Brüder wurde immer
komplizierter und doch neigt Ginsterpelz dazu, für seinen Bruder ein
gutes Wort einzulegen oder er versucht sogar zu
verheimlichen, wenn er Efeuschweif dabei entdeckt, wie er das
Gesetz bricht. Auch wenn der Kater seinen Bruder
nicht versteht, hat er doch große Angst, man könne ihn eines Tages
verbannen.