Felidae
Early Light in the Woods - Druckversion

+- Felidae (https://felidae-warriors.de)
+-- Forum: Orte (https://felidae-warriors.de/forumdisplay.php?fid=16)
+--- Forum: WurzelClan (https://felidae-warriors.de/forumdisplay.php?fid=29)
+---- Forum: Dichter Mischwald (https://felidae-warriors.de/forumdisplay.php?fid=30)
+---- Thema: Early Light in the Woods (/showthread.php?tid=1081)

Seiten: 1 2


RE: Early Light in the Woods - Nebelkrähe - 22.03.2026


The impact of chaotic sunshine



Langsam legte Nebelkrähe den Raben ab. Lange musterte er das Tier mit den schwarzen Federn. Sie glänzten wie sein eigenes Fell. Vielleicht sollte er sich später einige davon nehmen? Er versank tief in diese Gedanken. Überlegte wo er sie am besten abzwacken konnte und wofür er sie genau nutzen wollte. In seinem Fell würden sie nicht auffallen. Das ist klar. Auch wenn er sie sonderlich hübsch fand. Aber er hatte auch keine Ahnung wie er es festbinden sollte. Ganz davon abgesehen, wusste er nicht wozu. Wäre es nicht sinnvoller wenn er sie bewundern konnte, da er sie ja auch so schön fand?
Der Kopf legte sich zur Seite.
Vielleicht in sein Nest? Mehr als eine.. Drei? Könnten sie eventuell eingearbeitet werden? Wie ein Schmuck am Rand entlang? Oder... Oder sollten sie nur an einer bestimmten Stelle ran, wo er sie immer sah und sie senkrecht in den Himmel standen?


Während der Kater über sein Nest im Bau nachdachte, den Rabenvogel so anstarrte und nachdachte was am besten wirken könnte und wozu die Federn genutzt werden konnten, schlich sich eine Ratte an. Angelockt von dem metallischen Geruch des Rabens.
Ungeachtet dessen, schlug der Schwanz von Nebelkrähe auf und ab, immer wieder auf den Boden. Schließlich klappte sein Ohr nach unten.
Die Ratte hielt inne und beobachtete die schwarz-graue Katze die den Toten wohl ansah und zugleich nicht wirklich wahrnahm. Die Schnurrhaare zuckten, als würde sie prüfen ob die Katze eine Gefahr darstellte oder nicht.


Vielleicht sollte ich eine Feder verschenken? Oder gleich zwei?, sinnierte er weiter und versuchte sich Lebenstraum oder Ginsterpelz mit dieser vorzustellen. Sein Körper zuckte plötzlich. Die Ratte hielt inne, als sie diese groteske Bewegung sah. Nebelkrähe musste kichern. Lebenstraum mit dieser Feder. Wie würde Gebirgsjäger reagieren?
Mit einem mal ein Schatten der durch den äußeren Rand seines Blickfeldes huschte.
Was war das?
Neugierig drehte er den Kopf. Die Nase schnupperte und die Ohren zuckten, doch er sah nichts. Noch stand der Wind günstig für die Ratte.
Ein Herschlag verging. Ein weiterer. Dann stubste er prüfend die Beute mit seiner Pfote an.
Aber wenn er sie nun vergrub... Würden die Feder nicht dreckig werden oder gar zerzausen?
Wieder ein Schatten.
Nebelkrähe zog den Kopf zurück, starrte dem Schatten nach. Hatte er da einen Rattenschwanz gesehen?
Unsicher wagte er sich wieder vor, kauerte sich tiefer und glitt mit dem Kopf näher an den Ort wo die Ratte war. Da sprang sie vor, der Kater wich zurück, irritiert von dem plötzlichen Angriff. Er wollte sich abdrücken vom Boden, vergaß dass er saß und fiel einfach nach vorne – zum Glück neben der Beute. Die Ratte rannte quietschend davon.


“Schade um die Beute.“, maunzte der Kater, während seine blattgrünen Augen wieder zum Rabenvogel wanderten. “Aber gut für dich.“



@Braunellenstern @Plattgesicht



RE: Early Light in the Woods - Plattgesicht - 24.03.2026


i still remember how



Der alte Kater hatte einen Vogel erlegt und erneut konnte er einen wittern. Den schaffe ich noch.. Entschlossen trottete Plattgesicht los und bald schon konnte er die kleine Amsel entdecken. Sie suchte im Waldboden nach Nahrung. Natürlich, die Blattleere stand kurz bevor und auch die Vögel mussten sich stärken, um durch die Blattleere zu kommen. Es gab niemals genug Beute für alle. Weder für die Vögel, noch für die Katzen..Aber wenn dieser Vogel von Plattgesicht erlegt werden würde, dann würde mehr Nahrung für die anderen Vögel bleiben.
So war eben der Kreislauf des Lebens, an den der WurzelClan so fest glaubte. Der Kater begab sich in Lauerstellung und schlich sich vorsichtig an. Dabei merkte er bereits, wie seine Knochen schmerzten und nach diesem Vogel war die Jagd für ihn beendet. Einen dritten Jagdversuch würde er nicht mehr schaffen. Doch dieser hier würde es noch sein. Immer näher schlich der Kater sich heran und als er den Vogel schließlich nicht mehr weit von sich hatte, spannte er die alten Muskeln an und sprang ab. Plattgesicht erwischte den Vogel, biss kräftig zu und das Tier erschlaffte. Er trug ihn zu dem anderen Vogel, nahm beide Beutestücke auf und lief langsam und gemächlich zu der Stelle, wo er, Braunellenstern und Nebelkrähe sich getrennt hatten. Vorsichtig setzte sich der Älteste hin und ächzte. Seine Muskeln und Knochen schmerzten und er war froh, wenn er wieder im Lager war. Auch wenn das normal war, man gewöhnte sich nicht dran. Eine Jagd und schon fühlte man sich, als hätte man die ganze Nacht lang trainiert oder sei zum Mondsee und zurück gelaufen. Doch er hatte zwei Vögel erbeuten können und Plattgesicht freute sich wirklich über die Tatsache, dass er dem Clan mal wieder etwas zurückgeben konnte. Wann wohl Nebelkrähe und Braunellenstern zurückkehrten? Und ob auch sie so erfolgreich waren?



@Nebelkrähe @Braunellenstern



RE: Early Light in the Woods - Braunellenstern - 10.04.2026


"Old friendship and the beginning of something new?"

Nach ihrem Fall vom Baum und einer kurzen Ruhepause, gestattete sich die Anführerin des WurzelClans einen letzten Jagdversuch. Kurz darauf leckte sie sich noch einmal über ihre wunde Schulter, die schon aufgehört hatte zu bluten, dann streckte sie sich, stand auf und prüfte die Luft. Sie ging einige Pfotenschritte, ehe sie den Geruch einer weiteren Maus aufnahm. ”Zum Glück nicht noch ein Eichhörnchen. Wer weiß, ob ich erneut vom Baum fallen würde.”, murmelte Braunellenstern und zuckte belustigt mit den Schnurrhaaren. Während sie sich um Plattgesicht gesorgt hatte, war sie selbst diejenige, die sich verletzt hatte. Bestimmt erfreute sich der alte Kater bester Gesundheit und hatte sich nicht verletzt. Wie viel die beiden Kater wohl an Beute erjagt hatten?
Die braun gemusterte Kätzin schlich sich weiter an den Geruch ihrer auserkorenen Beute heran, Pfote um Pfote und Schritt für Schritt näherte sie sich der Maus. Ihr Jagdkauern war durch all die Monde des Trainings und der bisherigen Erfahrungen gefeilt worden und nur noch selten machte Braunellenstern was das anging einen Fehler. Heute schien es, als war ihr einziger Fehler ihre Unvorsichtigkeit bei dem Eichhörnchen, denn als sie sich der Maus näherte, hatte die sie noch nicht bemerkt und mit einem federleichten Sprung war sie über der Beute. Schnell war die Maus erlegt und zufrieden gurrte Braunellenstern. Mit der Maus im Maul lief sie zu ihren beiden anderen Beutestücken, buddelte sie aus und nahm zwei Mäuse und das Eichhörnchen auf, um zurück zu dem Ort zu gehen, an dem sie die beiden Kater zurückgelassen hatte.
Dort angekommen wartete Plattgesicht bereits mit seinen zwei Beutetieren und als die Kätzin ihre drei fallen ließ, lächelte sie den Kater warm an. Er schien unverletzt, worüber sich die Kätzin sehr freute. ”Na, du scheinst Erfolg gehabt zu haben. Lief alles gut?”, fragte sie ihren Freund und setzte sich zu ihm, um auf Nebelkrähe zu warten, ehe sie zurück ins Lager aufbrechen konnten.


@Nebelkrähe @Plattgesicht



RE: Early Light in the Woods - Nebelkrähe - 11.04.2026


The impact of chaotic sunshine



Nebelkrähe verweilte noch einen langen Moment an der Krähe, bis der Wind die Witterung herüber trug. Die Witterung einer weiteren Ratte. Sofort schnellte der Kopf zur Seite. Der Kater schleckte sich über das Maul und ging in die Lauerhaltung. Ein leises raunen zum Raben: “Du wartest hier!“ dann glitt er los. Leise und zielstrebig. Die Ratte hatte den Kater noch nicht bemerkt. Und als sie von einem Geräusch aufgeschreckt wurde, entdeckte sie den schwarzen Schatten nicht sofort. Erst als es zu spät war sah sie den Jäger. Doch da schlug bereits ihr letztes Stündlein.
Ohne lange umschweife rannte Nbeelkrähe mit der Ratte zurück zu zum Raben. Zufrieden hob er den tollen Vogel auf, ganz vorsichtig, und hielt auch die Ratte am Schwanz.

Der dunkle Kater stolzierte, aus jeder Pore vor Stolz strotzend, zurück zu dem Punkt wo sie sich getrennt hatten. Sein Schritt war leichtfüßig, das Fell wippte tanzend bei den Bewegungen. Den Schweif reckte er gen Himmel während die Augen freudig funkelten als sie Plattgesicht und Braunellenstern erblickten. “If wa efolffeif!“(Ich war erfolgreich), maunzte er ihnen entgegen und hielt dabei fest an der Beute.
Als er näher kam entglitt ihm ein Zufriedenes Schnurren als würde die Sonne sein Fell küssen und liebevoll wärmen. Anerkennend musterte er die Sammlung der Beute und ganz vorsichtig so wie akribisch legte er auch seine ab: “Der Clan wird genug zum fressen haben – dies alles dank dir Plattgesicht.“ Miaute er munter und blinzelte Braunellenstern versonnen an.
“Jetzt haben wir uns aber eine Pause verdient. Ich freue mich schon im Lager in der Sonne zu reckeln. Oder an einem warmen Platz.“ Er grinste. Dass er Braunellenstern helfen wollte bei dem Nest hatte er schon wieder vergessen.
“Oh.. Aber vorher werde ich noch die schönsten Federn als Schmuck behalten“ Sein funkelnder Blick glitt über den Raben.



@Braunellenstern @Plattgesicht